Historie

Die Schwelmer & Soziale

Unsere Geschichte

Die Schwelmer & Soziale Wohnungsgenossenschaft blickt auf eine über 135-jährige Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung der Stadt Schwelm verbunden ist. Seit ihrer Gründung steht sie für bezahlbaren und sicheren Wohnraum sowie für ein starkes gemeinschaftliches Miteinander.

Die Anfänge der Genossenschaft:

Die Wurzeln der heutigen Genossenschaft reichen bis ins Jahr 1889 zurück. Damals wurde die „Wohnungsgenossenschaft e.G.m.b.H. Schwelm“ mit 28 Mitgliedern gegründet. Das Ziel bestand darin, den Bürgerinnen und Bürgern der Region guten und bezahlbaren Wohnraum zu bieten. Bereits ein Jahr später entstand mit einem Doppelhaus an der Kaiserstraße das erste Bauprojekt.

Wachstum, Zusammenschlüsse und Umbrüche:

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Neugründung des „Spar- und Bauvereins e. G. m. b. H. Schwelm” im Jahr 1922, dessen Haupttätigkeit zunächst in der günstigen Versorgung der eigenen Mitglieder mit Sparangelegenheiten und Gegenständen des täglichen Bedarfs lag. Die neue Genossenschaft hatte allerdings auch Mietshäuser im Angebot und wuchs schnell. Bereits nach kurzer Zeit hatte sie mehr Mitglieder als die Wohnungsgenossenschaft e.G.m.b.H. Schwelm.

In den Jahren des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs wurde die Entwicklung der Genossenschaften stark beeinflusst. Nach der Gleichschaltung im Jahr 1933 unternahm der NS-Staat zu Beginn der 1940er Jahre den Versuch, die Baugenossenschaften zu verschmelzen. Grund dafür war die Hoffnung, die Bauprogramme nach dem Krieg effektiver gestalten zu können.

Nach langen Verhandlungen erfolgte schließlich im Mai 1942 die Verschmelzung der beiden Wohnungsgenossenschaften zur „Schwelmer Wohnungsgenossenschaft“. Die buchmäßige Fusion erfolgte zum 1. Januar 1943.

Neubeginn und Wohnungsbau nach dem Krieg

Am 21. Januar 1950 wurde in Schwelm die „Soziale Wohnungsgenossenschaft“ gegründet. Die damalige Wohnungsnot war der Grund für die Entstehung einer zweiten Wohnungsgenossenschaft in Schwelm. Bereits 1953 verfügte die junge Genossenschaft über 22 Mietshäuser mit 462 Wohnungen und betreute zahlreiche Eigentumsmaßnahmen.
Im Frühjahr 1965 startete das bis dahin größte Bauprojekt der „Schwelmer Wohnungsgenossenschaft“. Am Oberloh wurde ein 113.040 Quadratmeter großes Grundstück erworben, an dem die Genossenschaft zu einem Viertel Miteigentümer war. Insgesamt sollten 190 Mietwohnungen entstehen. Ende 1972 wurde die letzte der 199 Wohnungen bezogen und rund zwei Drittel der noch wohnungssuchenden Mitglieder konnten mit passendem Wohnraum versorgt werden.

Zusammenarbeit, Expansion und Modernisierung

In den folgenden Jahren war die „Soziale Wohnungsgenossenschaft“ von Krisen geprägt, sodass sie nach einem geeigneten Fusionspartner suchte. Es gab Kontakte zum Gevelsberger Bauverein, doch die Mitglieder sprachen sich gegen eine Verschmelzung aus, sodass diese scheiterte.

Stattdessen wurde im Jahr 1978 ein Kooperationsvertrag zwischen der „Schwelmer Wohnungsgenossenschaft“ und der „Sozialen Wohnungsgenossenschaft“ geschlossen. Rund zehn Jahre später, im Jahr 1988, erfolgte die Verschmelzung der beiden Genossenschaften zur heutigen „Schwelmer & Soziale Wohnungsbaugenossenschaft eG“. Ein Jahr später feierte die Genossenschaft ihr 100-jähriges Bestehen.

Zwischen 1977 und 2010 entstanden zahlreiche Neubauprojekte: Über 850 Mietwohnungen, 555 Eigentumswohnungen, 292 Reihenhäuser und 14 Gewerbeeinheiten wurden errichtet. 

Heute und der Blick in die Zukunft

Anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums im Jahr 2014 wurde die Schwelmer Genossenschaft als ältestes Mitglied im Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen geehrt.

Derzeit liegt unser Fokus auf dem nachhaltigen Erhalt unseres Gebäudebestands mit dem Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2045. Dafür reinvestieren wir jährlich hohe Beträge in unseren Wohnungsbestand. Beispiele hierfür sind die energetische Modernisierung des Gebäudes Winterberger Straße 9 oder die Installation von zwei E-Ladesäulen in unseren Beständen, um die E-Mobilität in Schwelm zu fördern. Auch die Neubautätigkeit soll im Rahmen der Wirtschaftlichkeit wieder aufgenommen werden.